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Weihnachtskonzert 25 im GAG
Am Ende der gewohnten Adventshektik fand auch dieses Jahr am 17. u. 18. Dezember wieder das in Perleberg inzwischen Tradition gewordene Weihnachtskonzert des Gottfried-Arnold-Gymnasiums statt. Das Konzert läutete damit den Ferienbeginn für die Schüler des Gymnasiums ein und brachte gleichzeitig die zahlreichen Besucher aus der Umgebung in Weihnachtsstimmung. Denn auch dieses Mal stand das Konzert im Zeichen von Besinnlichkeit und Unterhaltung, in einer von sich überbietenden Schlagzeilen bewegten Zeit.
In diesem Sinne stellte das Organisationsteam des Weihnachtskonzerts, bestehend aus der Schulleitung, einigen Lehrern sowie engagierten Schülern ein volles Programm auf die Bühne, welches ebenso abwechslungsreich war wie die Mitwirkenden. Denn nicht nur erfahrene Schüler aus der Sekundarstufe II bereicherten mit ihren Talenten den Abend, sondern auch Besucher der niederen Jahrgangsstufen. So konnten Besucher des Konzertes klassischen Werken eines Streicherensembles lauschen, zusammen mit dem Musikkurs 10 bekannte Weihnachtslieder singen und einer originellen Aufführung des Theaterstückes ,,Das Lametta“ beiwohnen. Zudem trat dieses Jahr zum ersten Mal eine neue Konstellation auf die Bühne, welche sowohl aus Angehörigen des MCG Wittenberge, als auch unseres Gymnasiums bestand und sich als ,,MCGAG All-Star Ensemble“ präsentierte. Bestehend aus einem Pianisten, vier Streichern, einem Schlagzeugspieler und einem Dirigenten war das neue Ensemble die größte Instrumentalgruppe des Abends.
Dass auch viele außerschulische Personen dieses Konzert schätzen, war an den Besucherzahlen zu sehen. An beiden Abenden war jeder der 110 Plätze in der Aula des Haus II besetzt, viele nehmen das Programm jährlich wahr. Damit dies auch in Zukunft so bleiben kann, gingen sämtliche Einnahmen an den Förderverein des Gymnasiums, der zudem die Besucher in der Programmpause mit frischem Snacks und Getränken versorgte. Am Ende des Programmes dankte der Schulleiter allen Beteiligten und stellte auch diejenigen in den Vordergrund, die ansonsten keinen Applaus empfangen, wie unsere Sekretärin Frau Bus die das Konzert maßgeblich organisiert und verwaltet hatte und wünschte allen Anwesenden besinnliche Weihnachten, woran sich die Redaktion nur anschließen kann.
Text: Elias Klann u. Elias Logge
Bilder: Elias Klann
,,Nie wieder ist jetzt"
Dieser Satz begleitete auch dieses Jahr wieder die Gedenkveranstaltung in Perleberg und versammelte Dutzende Bürger, die dem Vergessen den Kampf angesagt haben. Denn vor 87 Jahren, in der Nacht vom 9. auf dem 10. November 1938, erschütterten die Reichsprogrome das friedliche Zusammenleben in Deutschland und markierten den Beginn einer beispiellosen Verfolgung und Vernichtung von Juden und anderen Minderheiten. Auch unsere heute so beschauliche Kreisstadt wurde zum Schauplatz einer unmenschlichen Hetzjagd, die mehreren Perleberger Bürgern das Leben kostete.
Um die Erinnerung an diese Geschehnisse nicht verblassen zu lassen versammelten sich am vergangenen Sonntag neben vielen engagierten Anwohnern auch Perlebergs Bürgermeister Axel Schmidt, ein Bläserensemble und 7 Schüler und Schülerinnen des Gottfried-Arnold Gymnasiums um 17 Uhr auf dem Großen Markt. Gemeinsam wurde an die Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Juden, Homosexuelle, Sinti und Roma, politische Gegner, Deserteure. In einem symbolischen Akt wurde dazu an jedem der 4 Stolpersteine, die seit 2009 in der Altstadt liegen, getrauert, musiziert, eine Reinigung der Steine vollzogen und ein Text verlesen. Gedenktexte, Erinnerungen von Überlebenden, Gedichte. Diese verantwortungsvolle Aufgabe übernahmen wie jedes Jahr die Schüler und Schülerinnen unseres Gymnasiums. Jeder dieser Steine erzählt eine eigene Geschichte, das Leben derer, denen sie gewidmet sind. Eines haben sie allerdings alle gemeinsam: der Nationalsozialismus hat diese Geschichten beendet. Mit Äxten bewaffnete SS-Leute stürmten Häuser, Läden, Wohnungen, zerstörten, plünderten Eigentum und verschleppten, folterten und verhöhnten die Juden Perlebergs. Hier, in den heute so stillen Straßen der Altstadt. Genauso still war es am Folgetag der Progrome. Die Zeitung widmete den Ereignissen eine kurzzeilige Meldung, niemand hinterfragte das Geschehene.
Perleberg ist nicht die einzige Stadt, in der Stolpersteine verlegt sind. Inzwischen machen 116.000 Stolpersteine in 31 europäischen Ländern das Kunstdenkmal zum größten dezentralen Mahnmal auf der ganzen Welt. Angestoßen wurde diese Initiative vom Künstler Gunter Demning, der 1992 damit begann, Stolpersteine zu fertigen und an Orte des Geschehens zu verlegen. Der Zweck der Steine sei ,,die Opfer an die Orte ihres Lebens zurückzubringen und die Degradierung zu einer Nummer, die in den KZ’s erfolgte, rückgängig zu machen“. Stolpersteine zielen aber nicht nur auf die Vergangenheit ab, sondern auch auf die Gegenwart und Zukunft. Mit ihren offenen Platzierungen auf Plätzen und Gehwegen erinnern sie tagtäglich an die unaussprechlichen Taten des NS-Regimes und bilden den Mittelpunkt vieler Gedenkveranstaltungen.
Auch in Zukunft nicht zu vergessen, ist Thema auf jeder Veranstaltung, die erinnert. Vor allem in Zeiten, in denen jüdisches Leben und das von Minderheiten, durch eingewanderten Antisemitismus als auch durch das Erstarken menschenfeindlicher Parteien, nicht mehr sicher ist. Auch das war Motto auf der Perleberger Gedenkveranstaltung, zusammen mit einem brandaktuellem ,,Nie wieder ist jetzt!“
Text: Elias Klann
Bilder: Rolandstadt Perleberg/ René Hill
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Zehntausende strömen in Kreisstadt: Brandenburgtag 2025 in Perleberg
Alle 2 Jahre veranstaltet unser Bundesland den Brandenburg-Tag, eine der größten nicht kirchlichen Feierlichkeiten Deutschlands. Dieses Jahr war die Kreisstadt Perleberg vom 12. bis 14.9. Gastgeber dieses Festes, infolge dessen mehr als 75.000 Besucher durch die Altstadt wanderten.
Für die vielen Besucher bot der Brandenburg-Tag in seinem 3-tägigen Programm vom Eröffnungskonzert am Freitagabend, welches live im rbb übertragen wurde, bis zur feierlichen Verabschiedung am Sonntag jede Menge Unterhaltung und Abwechslung, aber auch Informatives. Dazu trugen die über 300 angemeldeten Stände und 8 große wie kleine Bühnen bei, auf denen mehr als 300 Künstler aus ganz Deutschland performten, die jeden Geschmack und Interessenbereich abdeckten. Egal, ob man nach einem Rummel, politischen Infoständen, musikalischer Unterhaltung, spezialisierten regionalen Vereinen oder der Bundeswehr auf der Suche war, hielten die jeweiligen thematischen Perlen dies und einiges mehr bereit. Denn passend zum Motto ,,Perlenpracht Mitgemacht!“ wurde das Festgelände in Perlen unterteilt, die sich jeweils mit einem Thema befassten, um Besuchern die Orientierung im üppigen Angebot zu erleichtern. So konnte man zum Beispiel zwischen der Spaßperle, Streetfoodperle, Bildungs-& Demokratieperle und weiteren wählen.
Am 2. Festtag dauerte das Bühnenprogramm in Altstadt und Hagen bis 12 Uhr Mitternacht an, doch gab es für junge Menschen in Feierlaune auch eine Alternative: Auf dem Perleberger Flugplatz, abgelegen von der Altstadt, veranstaltete man von 23 bis 5 Uhr morgens eine Rave-Connection, bei der junge Leute ausgelassen feiern durften. ,,Da sich Jugendliche wahrscheinlich nicht zur Schlagerperle stellen war uns wichtig, so viele Musikrichtungen wie möglich abzudecken. Den Flugplatz haben wir gewählt um die Anwohner vor Ort zu schonen und gleichzeitig ein Feiern nach 24 Uhr zu ermöglichen.“, so Axel Schmidt, der Bürgermeister Perlebergs, im Interview.
Einige stellen sich wahrscheinlich die Frage, warum nun ausgerechnet unsere kleine Kreisstadt für dieses bedeutende Fest auserwählt wurde. Schließlich gab es mehr als 70 Mitbewerber um den Austragungsort. Axel Schmidt sieht den Grund in dem gut überdachten Veranstaltungs-/ und Sicherheitskonzept, was bei einer Bewerbung mit eingereicht wird. Dieses enthielt mehrere Sicherheitsdienste, ein Dutzend Bademeister für die angrenzende Stepenitz, Kamerasysteme am großen Markt, eine ständig auf Bereitschaft stehende Feuerwehr plus Sanitätsdienst, eine starke Einbindung der örtlichen und brandenburgischen Polizei, mehrere schwere Straßensperren um das Festgelände sowie 2 Hauptbühnen, die parallel im Hagen und am Großen Markt Programm machten, um das Geschehen nicht an einem Punkt zu konzentrieren. Nach über 2 Jahren Planung und Vorbereitung und der Beteiligung von mehreren Dutzend Firmen lief nun auch am Festwochenende fast alles reibungslos.
Dieses Gefühl hatten anscheinend auch die zahlreichen Besucher vor Ort. Nach eigener Umfrage bewerteten nämlich 62,5% der Befragten die Veranstaltung mit >sehr gut< und 33% mit >gut< . Das diese Meinungstendenz nicht nur von den Perlebergern selber kommt, zeigt die Tatsache das rund 81,1% der Befragten von außerhalb angereist waren, während dementsprechend die Perleberger einen Anteil von 18,9% stellten. Dies führt erneut vor Augen, welche Leistung unsere Kreisstadt vollbrachte, als sie für 3 Tage 75000 Besuchern als Gastgeber diente.
Text: Elias Klann; Elias Logge
Bilder: Elias Klann
Neue Gottfried Arnold Büste eingeweiht
Er ist seit 1993 der Namenspatron unseres Gymnasiums - und trotzdem weiß kaum ein Schüler, wer eigentlich hinter diesem Namen steckt.
Das war auch einer der Hauptgründe, warum die Schulleitung 2023 mit der Planung der Büste beginnt. Seit dem habe man sich durch etliche Förderanträge und Spendenaktionen den Weg zum Ziel gebahnt, so die Vorsitzende unseres Fördervereins, Janine Lammers.
Dieser Weg ist nun zu Ende, denn am 9. September wurde mit einer kleinen Einweihungsfeier die neue Büste von Bernd Streiter nun endlich feierlich enthüllt. Dabei waren viele der zahlreichen Sponsoren des Großprojektes, darunter Vertreter der Volks- und Raiffeisenbank und der Sparkasse sowie einige private Spender, ein Teil des Kollegiums und auch viele Schüler selbst. Von einem Großprojekt muss man bei dem etwa 2 Meter großem Denkmal tatsächlich sprechen, da es laut Förderverein mehr kostete als das ,,Becky Shark“ Musical von vor 5 Jahren, an dem über 150 Personen beteiligt waren. Vor der Enthüllung beschrieb Schulleiter Herr Prof. Dr. Mundt erneut das Ziel, mit dieser standhaften Büste den Schülern des Gymnasiums aber auch den Perlebergern den Namensgeber unserer Schule näher zu bringen. Auch wurde das Schaffen des Theologen und Historikers an unserer Schule nachgezeichnet, für die er einige Zeit als Inspektor zuständig war. Wohl reichte er in seiner Position einige Beschwerden über schwere Missstände in der Bildungseinrichtung in den Stadtrat ein, wie z.B. fehlendes und nicht kompatibles Lernmaterial oder nicht genügend Heizmaterial. Solche Probleme hat unser Gymnasium natürlich schon lange nicht mehr, auch durch engagierte Menschen wie Herr Schneider, der von der Gründung des Gymnasiums 1991 bis 2005 Schulleiter des GAG-Perleberg war. Er war es der unserer Schule 1993 ihren Namen verlieh. ,,Ich bin dankbar, dass ich nach der Namensverleihung 1993 jetzt auch die Enthüllung dieser Büste miterleben kann“ äußerte er auf der Veranstaltung. Der Schöpfer des Denkmals selbst, Bernd Streiter, hauchte seiner Kreation mit einer bildhaften Erzählung, laut der der Geist Gottfried Arnolds nun in der Büste vor dem Schulgebäude wache und jede Schülerseele auf genügend Vorbereitung auf den Schultag prüfe, ihr Leben ein. Außerdem dankte er dem Maurermeister Timo Helwig, der den zum Schulgebäude passenden Sockel, für den zum großen Teile originale Steine des Schulgebäudes verwendet wurden, nicht nur gemauert, sondern auch maßgeblich entworfen hatte. Auch Perlebergs Bürgermeister, Axel Schmidt, sieht in dem abgeschlossenen Projekt einen weiteren Erfolg für seine Stadt. Er freue sich über das viele private und innerschulische Engagement: ,,Eine Stadt ist nicht lebendig durch die Verwaltung, sondern durch ihre Bürger und Vereine.“
Damit hat das GAG-Perleberg ein weiteres wichtiges Projekt aus der Sicht aller Beteiligten erfolgreich zu Ende gebracht und gezeigt was gemeinsame Bemühungen erreichen können. Die Redaktion spricht allen Mitwirkenden ihren Glückwunsch aus und wünscht auch bei zukünftigen Vorhaben viel Erfolg!
Text: Elias Klann
Bild: Elias Klann
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Museums Vortrag sorgt für Eklat
Das Perleberger Regionalmuseum ist bekannt für seine zahlreichen Vorträge und Vorlesungen zu den verschiedensten Themen, was aber eher wenigen Bewusst ist, ist der Fakt das unsere ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel die ersten Jahre ihres Lebens in Quitzow, einem Ortsteil von Perleberg verbrachte. Deshalb organisierte das Museum einen Vortrag über das Leben Angela Merkels und lud dazu Autoren zweier Merkel-Biografien ein-doch diese gehören dem rechtem Spektrum an.
Am 26. Mai fand der Vortrag über Angela Merkel statt, seitdem regnet es Kritik an der Wahl der geladenen Autoren - Verena Lengsfelds und Gerold Keefer. Beide werden aufgrund vieler strittigen Aussagen, zum Beispiel zur Koronakrise, von den meisten Beobachtern als Teil des rechten bis rechtspopulistischen Spektrum zugeordnet, ebenso ihre Verlage über denen sie ihre Biografien veröffentlichten, der Achgut Verlag und der Anderwelt Verlag München, die ebenso durch die Nähe zu rechten Gruppen und populistischen Publikationen aufallen. So äußerte Gerold Keefer in einem Video das während der Korona Pandemie ,,84 Millionen Bundebürger weggesperrt“ worden seien.
Dazu kommt, dass beide Autoren mit ihren Biografien ,,Ist mir egal. Wie Angela Merkel die CDU und Deutschland ruiniert hat.“ und ,,Die Kanzlerin die aus der Kälte kam“ weder von der Persönlichkeit über die sie schrieben die Erlaubnis hatten dies tun zu dürfen, noch während des gesamten Arbeitsprozesses persönlich mir Merkel gesprochen hatten.
Der Vorfall zieht ungewöhnlich viel Aufmerksamkeit auf unsere Kreisstadt, so berichteten etliche Zeitungen, RBB und sogar die Tagesschau über den fraglichen Vortrag, ,,Vortragsabend in Perleberg – Bühne für die neue Rechte?“ titelte die Tagesschau schon am 21. Mai. Auch Thomas Domres, Fraktionsvorsitzender der Linken in der Stadtverordnetenversammlung sieht den Fall kritisch ,,Wir sind stark irritiert über die Autoren, die ganz klar der Neuen rechten zuzuordnen sind“.
Die Stadt Perleberg selber erklärte in einem Gespräch mit der MAZ , dass das Museum ,,die Meinungsfreiheit und sachliche Debatten fördere“, warum das Museum dann allerdings ausschließlich Persönlichkeiten des rechten Spektrum einlüde sei sehr fraglich, so Thomas Domres. ,,Man kann ja über die Person Angela Merkel streiten, aber dann müsste es doch die den Positionen der eingeladenen Referenten eine Ausgeglichenheit geben.“ sagte er sich in einem Interview mit dem Prignitzer. Für genügend Ausgeglichenheit wolle das Aktionsbündnis Perleberg sorgen, das im Voraus ankündigte am Veranstaltungsabend ein Gegengewicht bilden zu wollen. ,,Wir rufen zur Diskussion auf und wollen uns als stabile Demokratinnen und Demokraten einbringen“, äußerte Andrea van Bezouwen, Vorsitzende des Bündnis, vor den Medien.
Text: Elias Klann
Bilder: Elias Klann
Perlebäm 25- zwischen Regen und Kunst
Auch dieses Jahr fand wieder das inzwischen weit über die Grenzen der Prignitzer Lande bekannte Straßenfestival Perlebäm! statt.
Seit 2022 präsentierten dabei Straßenkünstler, Artisten, Musiker und Händler ihre außergewöhnlichen Aufführungen und Kreationen. Darunter waren auch erneut einige internationale Künstler, die für dieses Festival aus aller Welt angereist waren, so auch der Seilartist ,,Mr Banana“ der aus Kanada.
Inzwischen steht hinter dem anfänglich kleinen Straßenkunstfestival ein großes Team von Organisatoren und Helfern, die auch von der Stadt unterstützt werden. So gelang es in kürzester Zeit, etliche Vorführungen und Stände in regenfesten Räumen unterzubringen und ein neues Programm aufzustellen, als 2 Stunden vor Beginn der Veranstaltung klar wurde, dass die Witterungszustände dies erforderten. Betroffen davon war auch der Händlermarkt, der kurzfristig in den Backstageraum des Kulturkombinats verlegt werden musste, so Christa Welte, leitende Organisatorin des Markts. ,, Alle Händler samt ihren Produkten stammen auf der Region und sind handgemacht“ berichtet sie weiter. Dies trifft auch auf die Firma ,,Wertstückflickli“ zu, die mit ihrer Kollektion aus selbstgefertigten Flicken, Ansteckern und T-Shirts ebenfalls auf dem Markt vertreten sind. Der Stand wird ehrenamtlich betreut, von Moira J. Auf die Frage, weshalb sie freiwillig mithelfe antwortete sie ,,Ich bin dabei um Perleberg beim Festival zu unterstützen“.
Neben vielen Programmpunkten für Erwachsene gab es auch eine große Bandbreite von Vorführungen für Kinder und Jugendliche, mitunter in der Kirche und nach dem Regen auch auf dem großen Markt.
Insgesamt verzeichnete die Stadt das Festival erneut als Erfolg – trotz Unwetters, auch wenn konkrete Besucherzahlen noch nicht veröffentlicht wurden ist wieder mit mehreren tausend Besuchern zu rechnen. So nahmen bei der ersten Ausführung der Veranstaltung rund 2500 Menschen das Programm wahr, während es im letzten Jahr schon ca. 6000 waren. So lässt sich hoffen, dass dieses ungewöhnliche Konzept weiter an Größe gewinnt und Perleberg in Region und Land bekannter und bedeutsamer macht.
Text: Elias Klann
Bilder: Jens Wegener, MAZ
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Bau neuer Feuerwache schreitet voran
Der Spatenstich für die neue Feuerwache liegt nun 7 Monate zurück. Damals erteilte unser Bürgermeister gemeinsam mit dem Stadtwehrführer Maik Müller und dem Ortswehrführer David Roß das Startsignal für Bauvorhaben. Was hat sich seitdem an der Quitzower Straße getan?
Der ursprünglich angesetzte Finanzierungsrahmen für die außergewöhnliche Baumaßnahme von 6,1 Millionen Euro wurde im Zuge des anlaufenden Baus schon auf circa 12 Millionen Euro verdoppelt, von denen 11 Millionen die Stadt Perleberg eigenständig aus ihrem Etat finanziert. Dementsprechend stelle das Vorhaben eine hohe Belastung und ,,Herkulesaufgabe“ da, so Hagen Boddin, stellvertretender Bürgermeister und Bauamtsleiter unserer Stadt.
Durch diesen enormen Aufwand ist der Bau der neuen Feuerwehrstation der Freiwilligen Feuerwehr Perleberg, in dem vergleichsweisen geringen Zeitraum, schon weit vorangeschritten. Momentan werden nun die oberen Dachplatten verlegt, während der Rohbau mit seinen 2 Stockwerken, einer Fahrzeughalle mit 9 Stellplätzen und deinem 15 Meter hohem Übungsturm schon steht. „Das Projekt liegt mir sehr am Herzen“, so der zuständige Bauleiter Herr Eickhoff.
Bisher waren an der Umsetzung des Bauprojektes die Firmen Ostbau GmbH aus Osterburg, die Meyenburger Elektrobau GmbH sowie die Havelberger Dachtechnik GmbH beteiligt. Auf Anfrage ob das vorgesehene Budget im bisherigen Bauvorgang eingehalten wurde, antwortete die Stadt ,,Ja, das Budget ist eingehalten.“
Die Fertigstellung der neuen Wache soll laut offiziellen Angaben ab Ende 2026 erfolgen. Bis dahin wünschen wir allen Beteiligten bei der Umsetzung viel Erfolg.
Text: Elias Klann
Bilder: Nick Schmid
Die Prignitz bleibt bunt
Das war eines der vielfältigen Mottos einer Demo, die am 25.01 in Perleberg auf dem Großen Markt stattfand. Zwischen 17 und 18 Uhr demonstrierten etwa 200 Personen für Vielfalt, Toleranz und den Erhalt der Demokratie. ,,Ich finde es wichtig jetzt auf die Straße zu gehen, auch in einer so kleinen Stadt wie Perleberg“ begründete eine Teilnehmerin ihre Anwesenheit.
Organisiert wurde die Veranstaltung von der Aktionsgruppe Perleberg die sich spontan vor einem Jahr nach der Korrektivrecherche über die ,,Remigrationspläne“ der AfD gebildet hatte, damals gingen Deutschlandweit ca. 1,8 Millionen Bürger*innen auf die Straße um gegen die AfD zu protestieren, auch in Perleberg schaffte es die Aktionsgruppe eine Kundgebung mit 600 Teilnehmern zu organisieren. Die Aktionsgruppe Perleberg hat nun über 50 aktive Mitglieder die sich entweder an der Ideenfindung für neue Veranstaltungen oder der praktischen Umsetzung beteiligen. Auf die Frage was die Idee hinter dieser Demonstration gewesen sei antwortete Andrea van Bezouwen, die Leiterin der Aktionsgruppe mit ,,Wir wollten unbedingt noch etwas vor der Bundestagswahl veranstalten was die Menschen im jetzt dunklen Winter berührt, deshalb auch die Idee mit den Lichtern und auch positive Dinge hervorheben“ , denn die Demo war keine gewöhnliche Kundgebung bei der man mit Schildern und Pfeifen durch die Straßen marschiert, sondern war eher ein buntes Miteinander- Menschen aller Gruppierungen und Altersstufen waren bei dieser Veranstaltung vertreten, wie zum Beispiel Antifa oder LGBQT aber auch viele Jugendliche mischten mit verschiedensten Leuchtmitteln, Lampen, Laternen und Fahnen die Veranstaltung auf dem Großen Markt auf.
Das Programm startete wie gewohnt mit einer Eröffnungsrede von Andrea van Bezouwen in der sie an die Demokratie und Vielfalt in unserem Land erinnerte, die immer noch großartig sei, aber auch auf aktuelle bewegende Ereignisse wie das Attentat von Aschaffenburg wurde eingegangen und scharf verurteilt, gleichzeitig aber auch jegliche politische Ausnutzung oder Gewalt aufgrund dieser Tat. Um aber auch an alles Positive zu erinnern und dieses bestärken wurde daraufhin ein neues Kunstwerk eingeweiht, ein 2 Meter hoher und 5 Meter breiter, mehrfarbig leuchtender ,,Prignitz“ Schriftzug aus Leuchtröhren, dieses Werk soll die große Vielfalt und Farbenreichtum der Prignitz symbolisieren, so die Veranstalter, schließlich war einer der Parolen auf der interaktiven Veranstaltung ,,Wie bleibt die Prignitz? Bunt! Bunt! Bunt!“. Denn nicht nur die ehrenamtlichen Veranstalter gestalteten die Demonstration zu einem bunten Miteinander sondern auch die Teilnehmenden selbst: während vorne von den Organisator*innen mit ihrem Trommelteam Parolen herausgegeben wurden, konnten diese dann von den Teilnehmenden zum Rhythmus der Trommeln gerufen werden. Darauf folgten einige Redebeiträge und Musikgruppen wie einige Bläser und Ankündigungen wie zum Beispiel,dass das linke Punkfestival ,,Resist to Exist“ aus Berlin für ihren nächsten Termin den Perleberger Flugplatz als Veranstaltungsort auserkoren hatten, was unter vielen Teilnehmer*innen Jubel auslöste.
Diese bunte Veranstaltung erregte nicht nur die Aufmerksamkeit unserer Schülerzeitung, sondern auch die größerer Medien wie die Märkische Zeitung und sogar die des rbb-Fernsehens. Trotz nicht optimaler Wetterbedingungen und Kälte blieben viele der zahlreichen Demonstrant*innen länger als die geplante Stunde was den Erfolg der ehrenamtlichen Arbeit der Aktionsgruppe Perleberg unterstreicht und so hoffen die Organisator*innen das sie in der Zukunft noch viele weitere solche Veranstaltungen verwirklichen können, auch nach der Wahl zu der Andrea van Bezouwen kommentiert: ,,Wir hoffen das alle Bürger*innen bei der kommenden Wahl Vernunft und Menschlichkeit wählen.“
Text und Bilder: Elias Klann